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Richtig heizen: Kosten sparen und Klima schützen
Heizen verursacht den größten Teil des Energieverbrauchs im Haushalt. Mit der richtigen Strategie senken Sie Ihre Kosten deutlich, steigern den Wohnkomfort und schützen das Klima. Diese Anleitung zeigt Ihnen die wichtigsten Schritte.
- document.getElementById('c255314').scrollIntoView({ behavior: 'smooth' }), 10);">1 Die optimale Raumtemperatur: Jedes Grad zählt
- document.getElementById('c255316').scrollIntoView({ behavior: 'smooth' }), 10);">2 Richtig lüften und Wärme halten
- document.getElementById('c255318').scrollIntoView({ behavior: 'smooth' }), 10);">3 Heizkörper optimieren
- document.getElementById('c255323').scrollIntoView({ behavior: 'smooth' }), 10);">4 Kleine Kniffe mit großer Wirkung
- document.getElementById('c255325').scrollIntoView({ behavior: 'smooth' }), 10);">5 Weitere Energiespar-Tipps
Die optimale Raumtemperatur: Jedes Grad zählt

Eine zu hohe Raumtemperatur ist der häufigste Grund für unnötige Kosten. Jedes Grad weniger spart rund sechs Prozent Heizenergie.
| Raum | Empfohlene Temperatur | Thermostat-Einstellung | Begründung |
| Wohnräume | 20 °C | Stufe 3 | Idealer Kompromiss von Behaglichkeit und Energie-Effizienz |
| Küche | 18 °C | Stufe 2,5 | Herd und Kühlschrank heizen mit |
| Schlafzimmer | 16 - 18 °C | Stufe 2 | Kühlere Temperaturen für besseren Schlaf |
| Badezimmer | 22 - 23 °C | Stufe 3,5 bis 4 | Höhere Temperaturen wegen hoher Luftfeuchtigkeit |
Senken Sie die Temperatur nachts oder bei längerer Abwesenheit auf 16 Grad ab. Vermeiden Sie kühlere Werte, um die Gefahr von Schimmelbildung durch Feuchtigkeitskondensation zu minimieren. Bei weniger als 16 Grad kühlen Wohnung und Mobiliar zu sehr aus und es dauert umso länger, wieder eine wohnliche Temperatur in den Raum zu bekommen. Das kostet jede Menge Energie.
Möchten Sie die Temperatur im Raum anheben: Heizung nicht voll aufdrehen! Der Raum wird gleich schnell aufgeheizt, egal, ob Sie den Heizkörper auf Stufe 3 oder 5 stellen. Stufe 5 bedeutet nur, dass man eine sehr hohe - oder eigentlich: zu hohe - Endtemperatur anstrebt.
Die Ersparnis ist enorm: Selbst bei kleinen Wohnungen sind dies schon 75 € im Jahr und jedes weitere halbe Grad senkt Verbrauch und Kosten zusätzlich.
Richtig lüften und Wärme halten

Stoßlüften statt Kippen
Dauerhaft gekippte Fenster sind Energiefresser. Sie kühlen die Wände aus, ohne die Luft effizient auszutauschen.
- Stoßlüften: Öffnen Sie die Fenster morgens und abends für jeweils fünf bis zehn Minuten komplett.
- Querlüften: Idealerweise erzeugen Sie Durchzug.
- Heizkörper auf Null: Drehen Sie während des Lüftens den Thermostat am Heizkörper komplett herunter, damit dieser nicht gegen die Kaltluft anheizt.
Wärme innen halten
Richtig heizen im Winter heißt vor allem auch, möglichst wenig Wärme entweichen zu lassen. Undichte Fenster lassen kalte Luft hinein und kosten viel Energie. Fenster zu isolieren – auch nachträglich – kann über 300 kg CO2-Emissionen pro Jahr vermeiden.
- Fenster mit Dichtungsband isolieren: Undichte Fenster erkennt man mit einer Kerze oder dem Rauch eines Räucherstäbchens. Dichtungsbänder gibt es für wenige Euro im Baumarkt. Sie können schnell und einfach mit wenigen Handgriffen angebracht werden.
- Der Einsatz von Dichtungsband lohnt sich: In einem Einfamilienhaus mit 150 m2 lassen sich damit pro Jahr 1.250 kWh und bis zu 100 Euro einsparen.
- Rollläden nachts herunterlassen: Um den Wärmeverlust über die Fenster weiter zu verringern, sollten Sie bei Einbruch der Dunkelheit die Rollläden herunterlassen und Vorhänge oder Jalousien schließen.
Heizkörper optimieren

Damit sich die Wärme im Raum verteilen kann, muss der Heizkörper „atmen“ können.
- Heizkörper frei halten: Stellen Sie keine Gegenstände wie Sofas, Schreibtische oder lange Vorhänge vor den Heizkörper.
- Regelmäßig entlüften: Wenn der Heizkörper gluckert oder ungleichmäßig warm wird, befindet sich Luft im System. Dann muss die Luft durch das Ventil aus dem Heizkörper herausgelassen werden. Nutzen Sie einen Entlüftungsschlüssel. Das Entlüften spart bis zu 65 kg CO2 und führt zu ca. 15 Euro weniger Heizkosten.
- Staub entfernen: Eine dicke Staubschicht auf den Lamellen im Inneren des Heizkörpers verringert die Heizleistung. ENtstauben Sie den Heiuzkörper deshalb bei Bedarf.
Kleine Kniffe mit großer Wirkung

Programmierbare Thermostate: Diese regeln die Temperatur automatisch nach Ihrem Zeitplan. Sie senken die Temperatur zum Beispielk automatisch ab, wenn Sie bei der Arbeit sind.
Rohre dämmen: Isolieren Sie offen liegende Heizungsrohre im Keller mit Schaumstoffschalen aus dem Baumarkt. Das kostet wenig und spart sofort. In Deutschland ist die Dämmung von Heizungs- und Warmwasserleitungen in unheizbaren Räumen wie Kellern sogar gesetzlich vorgeschrieben (§ 71 GEG).
Reflexionsfolie: In Altbauten ohne Fassadendämmung hilft eine Reflexionsschicht hinter dem Heizkörper, die Wärme in den Raum zurückzustrahlen, statt sie durch die Wand zu verlieren.
Bei Bedarf "hydraulischen Abgleich“ durchführen lassen: Wenn einige Räume glühend heiß werden und andere trotz voll aufgedrehter Heizung kalt bleiben, arbeitet die Anlage ineffizient. Ein Fachbetrieb sollte einen sogenannten hydraulischen Abgleich durchführen. Dabei wird das System so eingestellt, dass jeder Heizkörper genau die benötigte Wassermenge erhält. Dies spart bis zu zehn Prozent Energie und wird oft staatlich gefördert.

